Biologie

Wissenschaftler erstellen im Labor ein sich selbst replizierendes Fortpflanzungsgenom

Wissenschaftler erstellen im Labor ein sich selbst replizierendes Fortpflanzungsgenom



We are searching data for your request:

Forums and discussions:
Manuals and reference books:
Data from registers:
Wait the end of the search in all databases.
Upon completion, a link will appear to access the found materials.

Ein Hauptteil des Lebens ist die Fähigkeit von Prozessen, sich selbst zu reproduzieren. Dies bedeutet, dass ein chemisches System aufrechterhalten werden muss. Bisher war dies nur natürlich möglich.

Nun ein Team von Wissenschaftlern aus dem Max-Planck-Institut für Biochemie hat einen Weg für ein System gefunden, Teile seiner eigenen DNA- und Proteinbausteine ​​selbst zu regenerieren.

SIEHE AUCH: DIE GRÖSSTE ALLGEMEINE STUDIE ÜBER KREBS KÖNNTE HILFEN, KREBS FRÜHER ZU FINDEN UND ZU BEHANDELN

Synthetische Biologie

Auf dem Gebiet der synthetischen Biologie haben Forscher einen großen Teil ihrer Aufmerksamkeit auf die Erzeugung lebensnachahmender Systeme aus leblosen Bausteinen gerichtet. Lebende Organismen können sich normalerweise als verschiedene Einheiten erhalten und reproduzieren, während leblose Blöcke dies normalerweise nicht können.

Hannes Mutschler, Leiter der Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Biochemie, und sein Team haben sich auf die Nachahmung der Replikation von Genomen und der Proteinsynthese konzentriert. Beide Prozesse sind grundlegend für die Selbsterhaltung und Reproduktion biologischer Systeme.

Mit einem In-vitro-System konnte das Team dies tun. "Unser System kann einen erheblichen Teil seiner molekularen Komponenten selbst regenerieren", erklärte Mutschler.

Das In-vitro-System des Teams synthetisiert Proteine ​​basierend auf einem DNA-Entwurf.

Der Erstautor der Studie, Kai Libicher, sagte: "Im Gegensatz zu früheren Studien kann unser System vergleichsweise lange DNA-Genome lesen und kopieren."

Das größte modulare Genom, aus dem das Team reproduzierte, bestand aus mehr als 116.000 Basenpaare.

Wie verändert die synthetische Biologie unsere Welt? Schauen Sie sich unbedingt die letzte Woche des # SynBio-Programms unter # CU4thSpacehttps an: //t.co/DZT8gllhJ8pic.twitter.com/5R7pGZNum9

- CASB (@SynBioCU), 13. Februar 2020

Das Team hofft, das künstliche Genom in Zukunft um weitere DNA-Segmente erweitern zu können. Der nächste Schritt besteht darin, ein System zu entwickeln, das in der Lage ist, lebensfähig zu bleiben, wenn Nährstoffe hinzugefügt werden, und das es ihm ermöglicht, Abfallprodukte zu entsorgen.

Eine solche minimale Zelle könnte dann in der Biotechnologie beispielsweise als maßgeschneiderte Produktionsmaschine für natürliche Substanzen oder als Ausgangspunkt für die Schaffung noch komplexerer lebensechter Systeme verwendet werden.

Die Studie wurde in der Zeitschrift veröffentlicht Naturkommunikation.


Schau das Video: Max-Planck-Gesellschaft- Viren und künstliche Zellen- in Kooperation mit dem DAI Heidelberg 2018 (August 2022).